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Das Kölner Sommerfestival 2026

Drei Produktionen, drei Perspektiven auf das, was uns bewegt: Das Kölner Sommerfestival 2026 setzt auf emotionale Wucht, internationale Qualität und Geschichten, die nachwirken. Vom 28. Juli bis 23. August wird die Kölner Philharmonie erneut zur Bühne für außergewöhnliche Theatererlebnisse.
Das Kölner Sommerfestival in seiner 37. Ausgabe wird erstmals kuratiert von Ewa Bogusz-Moore, Intendantin der Kölner Philharmonie. An ihrer Seite steht Christian Herrmann, Director Touring ATG Entertainment. Wenn sich im Sommer der Saal der Kölner Philharmonie füllt, geht es nicht nur um Aufführungen, sondern um Haltungen, um Erinnerungen, um die leisen und lauten Fragen unserer Zeit.
Den Auftakt dazu bildet Die Weiße Rose (28. Juli bis 2. August), ein Musical, das sich einem historischen Stoff mit klug gestalteter Ernsthaftigkeit widmet. Die Geschichte der studentischen Widerstandsgruppe im Nationalsozialismus wird hier nicht museal erzählt, sondern als Entwicklung: vom Mitlaufen zum Widersprechen, von Unsicherheit zu Haltung. Rockige Musik trifft auf ein präzise recherchiertes Buch, biografische Brüche auf kollektive Verantwortung. Entwickelt von Alex Melcher (Musik) und Vera Bolten (Buch & Regie), wurde das Werk 2025 siebenfach mit dem Deutschen Musical Theater Preis ausgezeichnet, darunter als „Bestes Musical“. Es ist ein Abend, der auch fragt, was Mut heute bedeuten kann. Einen kleinen musikalischen Vorgeschmack gab es von Friederike Zeidler und Jonathan Guth, den Darstellern von Sophie und Hans Scholl.
Mit Dance Me (4. bis 9. August) verschiebt sich die Perspektive – vom Wort zur Bewegung, von der historischen Erzählung zur poetischen Verdichtung. Das kanadische Ballets Jazz Montréal nähert sich dem Werk von Leonard Cohen nicht illustrativ, sondern assoziativ. Sechzehn Songs aus fast fünf Jahrzehnten bilden das Fundament für eine Choreografie, die Musik, Tanz, Video und Licht ineinanderfließen lässt. Klassiker wie „Hallelujah“ oder „Suzanne“ erscheinen dabei nicht als Zitate, sondern als atmosphärische Räume, in denen sich Bewegung entfaltet – getragen von einem Ensemble, das zwischen Modern Jazz, neoklassischem und zeitgenössischem Tanz changiert.
Zum Abschluss richtet sich der Blick auf die wohl bekannteste Liebesgeschichte der Literatur: Romeo & Julia – Liebe ist alles (12. bis 23. August). Die Fassung von Peter Plate und Ulf Leo Sommer (Rosenstolz) bleibt dem Originaltext in der Schlegel-Übersetzung verpflichtet und verbindet ihn mit einem zeitgenössischen Pop-Soundtrack. Das Ergebnis ist ein spannender Dialog zwischen Sprache und Musik, historischer Vorlage und heutiger Emotionalität. Nach dem Erfolg in Berlin, wo bereits über eine halbe Million Zuschauer*innen die Produktion gesehen haben, geht das Stück nun erstmals auf Tournee – mit einem Auftakt in Köln.
Tickets und weitere Info: www.atgtickets.de, Ticket-Hotline Kölner Philharmonie 0221–280 280, nationale Ticket-Hotline 01806–10 10 11 (0,20 €/Anruf aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 0,60 €/Anruf) sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen (Bei allen Veranstaltungen 50% Ermäßigung für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahren)