Tomaž Kovačič ist in Slowenien geboren und aufgewachsen. Nachdem er einige Zeit in Österreich gelebt und gearbeitet hat, kommt er nun für Das Phantom der Oper nach Köln. Kovačič wurde 2017 mit dem Deutschen Musical Preis in der Kategorie "Bestes Musical" ausgezeichnet.
Was hat dich dazu inspiriert Musicaldarsteller zu werden und wie hast du deinen Weg in diese Branche gefunden?
Vor mehr als 30 Jahren hörte ich das erste Mal die Original Cast-CD von Das Phantom der Oper vom Londoner West End. Später entschied ich mich für ein Gesangstudium und habe währenddessen schon erste Erfahrungen in kleineren Produktionen gesammelt. Nach meinem Einstieg in das Landestheater Linz kam dann die erste große Rolle im Musical: Judge Pitkin in Bernsteins On The Town.
Hast du Vorbilder?
Es gibt viele, die ich hier anführen könnte, aber als Ersten möchte ich Steve Barton erwähnen: ein großartiger Tänzer, ein Schauspieler mit enormer Wandlungsfähigkeit und ein unglaublich nuancierter Sänger. Sir Bryn Terfel: Er kann aus jedem Text und jeder Melodie, also aus jeder Rolle und Partie ein echtes Ereignis machen. Last but not least Andreas Lichtenberger: Seine Art, in den Rollen, die er erarbeitet, mit Sprache umzugehen, ist äußerst präzise und genau ausgearbeitet.
Wann hast du Das Phantom der Oper zum ersten Mal gesehen?
Vor etwa 30 Jahren. Viele Erinnerungen an liebe Menschen, die mich damals begleitet und an mich geglaubt haben, werden da wach.
Was ist dein Lieblingssong in dem Musical?
Auf jeden Fall "Die Musik der Dunkelheit" vom Phantom. Für mich persönlich beschreibt der Song die Wirkung der Musik wie kein anderer.
Was hast du mit deiner Rolle gemeinsam?
Als Techniker in der Opera Populaire, wo das Phantom der Oper sein Unwesen treibt, ist Buquet für alle Abläufe im Theater zuständig. Er muss alles Technische im Auge behalten und Sorge dafür tragen, dass den Darstellern auf der Bühne nichts passiert. Da ich auch gerne den Überblick behalte und mich für das Theater hinter der Bühne ebenfalls interessiere, empfinde ich hier eine gewisse Gemeinsamkeit mit Buquet.
Hast du ein besonderes Ritual vor deinen Auftritten? Hast du Lampenfieber?
Nicht wirklich. Jede Rolle verlangt eine andere Einstellung, Konzentration und Körperlichkeit. Da ist dann, aus meiner Sicht, wenig Platz für Rituale oder Lampenfieber.
Was machst du am liebsten, wenn du gerade nicht auf der Bühne stehst?
Ich besichtige Städte, Museen, Burgen, Schlösser und archäologische Ausgrabungen, da ich sehr an Geschichte interessiert bin.
Hast du besondere Hobbys?
Gitarre spielen, Sprache, Kino, Filmmusik und Heavy Metall der 80er- und 90er-Jahre.