Timo Verse ist in Bielefeld aufgewachsen und lebt seit langem in Wien. Nach seinem Engagement in der dortigen Produktion von Das Phantom der Oper freut er sich, jetzt als Erstbesetzung von Monsieur André auch im Musical Dome Köln auf der Bühne zu stehen.
Was hat dich dazu inspiriert Musicaldarsteller zu werden und wie hast du deinen Weg in diese Branche gefunden?
Mich haben schon als Kind die Welten fasziniert, die dort oben auf der Bühne entstehen und wie sie einen magisch aus dem Alltag entführen konnten. Nach einer Schulaufführung in der zwölften Klasse war es dann ziemlich klar, wo es mich beruflich hin verschlagen würde. Danach kamen Aufnahmeprüfungen, Absagen, Zweifel, wieder Aufnahmeprüfungen und dann der Studienplatz in Wien. Seitdem ist es ein konstantes Auf und Ab. Das bringt der Beruf mit sich.
Wann hast du Das Phantom der Oper zum ersten Mal gesehen?
In Essen, 2006 glaube ich. Ich habe es als einen sehr magischen Theaterabend in Erinnerung.
Was ist deine Lieblingsszene und dein Lieblingssong in dem Musical und warum?
Es waren früher schon und sind nach wie vor die "Briefe" mit der schnellen, dialogartigen Struktur, die sich dann zum schwelgenden, umgarnenden "Primadonna" weiterentwickeln. Aber genauso wunderschön sind z. B. die Melodien von "Mehr will ich nicht von dir" und "Der letzte Schritt".
Wie bist du auf das Casting von Das Phantom der Oper aufmerksam geworden und was hat dich dazu bewogen vorzusprechen?
Es war während der Spielzeit von Rebecca in Wien. Das Phantom der Oper sollte die nachfolgende Produktion werden. Dafür habe ich mich damals als Monsieur André beworben und das Cover bekommen. Das Musical gehört zu den bekanntesten überhaupt - ich habe als Kind schon die Schallplatte meiner Eltern gehört. Jetzt darf ich die Erstbesetzung des Monsieur André in der Kölner Produktion übernehmen, was mich sehr freut.
Hast du ein besonderes Ritual vor deinen Auftritten?
Rituale nicht wirklich. Bei jeder Show pendelt sich bei mir ein bestimmter Ablauf aus Aufwärmen, Einsingen, Maske ein, den ich gerne beibehalte. Bei Das Phantom der Oper mache ich zum Beispiel gerne zusätzlich das Ballet-Warm-up mit.